Fünf bayerische Schützen wurden für die Europameisterschaft nominiert. Darunter waren erstmals Alexander Huber und Johannes Kruse, die für die Nationalmannschaft an den Start gingen. Auch Sarah Wintergerst, die bereits bei den Deaflympics 2025 internationale Erfahrung gesammelt hatte, wurde in den Disziplinen Luftgewehr und Luftgewehr-Mixed eingesetzt. Silke Fischer und Ingo Schweinsberg sind bereits seit vielen Jahren Teil der Nationalmannschaft.
Am ersten Wettkampftag konnten unsere bayerischen Gewehrschützen das Finale im Luftgewehr der Damen und Herren erreichen. Sarah Wintergerst belegte bei den Damen den 4. Platz, Alexander Huber wurde ebenfalls Sechster bei den Herren. Für eine Medaille reichte es leider nicht. Die Leistungen der DGSV-Schützen waren insgesamt solide. Bundestrainer Manfred Zisselsberger zeigte sich dennoch kritisch und bemängelte, dass die guten Chancen nicht genutzt wurden.
Am nächsten Tag stand die Luftpistole auf dem Programm. Silke Fischer erreichte das Finale der besten acht Schützinnen, konnte dort jedoch nicht an ihre Leistung anknüpfen und belegte am Ende den 5. Platz. Ingo Schweinsberg, der am Vortag aus gesundheitlichen Gründen verspätet angereist war, erreichte ebenfalls das Finale und wurde Achter.
Johannes Kruse verpasste zwar die Qualifikation für das Finale, überzeugte jedoch mit einer konstanten Leistung. Gemeinsam mit Ingo Schweinsberg und Bodo Funcke belegte er mit der Mannschaft den 2. Platz hinter Griechenland. Kroatien gewann den ersten EM-Titel in dieser Mannschaftswertung.
Am dritten Wettkampftag war Spannung pur angesagt – mit einem glücklichen Ausgang für das deutsche Team. Die Kritik des Bundestrainers zeigte offenbar Wirkung. Sarah Wintergerst gewann gemeinsam mit dem Deaflympics-Sieger Erik Hess im Luftgewehr-Mixed ganz knapp den Europameistertitel vor der Mannschaft aus den Niederlanden. Den 3. Platz belegte ebenfalls ein deutsches Duo: Alexander Huber erreichte zusammen mit Sara Schäfer mit einer starken Leistung die Bronzemedaille.
Im LP-Mixed wurde es ebenfalls dramatisch. Ingo Schweinsberg und Silke Fischer qualifizierten sich ganz knapp für das Finale der besten vier Teams. Dort war die Konkurrenz jedoch zu stark. Das deutsche Duo musste sich mit dem 4. Platz zufriedengeben. Für den neuen Bundestrainer Thomas Themsfeld wird es eine große Aufgabe sein, das Team weiterzuentwickeln und wieder an die Spitze heranzuführen.
Am Ende der Siegerehrung erhielt Ingo Schweinsberg vom EDSO-Direktor Andreas Mühlbauer-Füll einen Ehrenpreis für seine langjährige Teilnahme. Für ihn war es bereits die 10. Teilnahme an einer Europameisterschaft.
Im Großen und Ganzen zeigte sich das deutsche Team mit dem Verlauf der Europameisterschaft zufrieden. Die bayerische Schützen konnten mit guten Leistungen überzeugen und wichtige internationale Erfahrungen sammeln.
Am 29.09.2026 fand in München die Sitzung des Sportbeirats statt. Für uns waren Referent Mike Schmauser und Sportkoordinator Henning Egge dabei. Unser Ziel ist eine stärkere finanzielle Förderung im Nachwuchs- und Leistungssport.
Nach der Eröffnung durch den Vorsitzenden Robert Schraudner wurde unter anderem über die Eigenmittelverteilung diskutiert. Besonders die geplante Beendigung der Unterstützung für Sport nach 1/Schulsport (Kurzform: SAGs) sorgte für intensive Diskussionen.
Am Ende wurde eine Verlängerung der Unterstützung um fünf Jahre bis 2031 beschlossen. Die endgültige Bekanntgabe erfolgt am 14.11.2026 bei der ordentlichen Verbandstagung.
Vom 16. bis 22. August 2026 fanden in Hannover die European Deaf Youth Games (EDYG) statt. Deutschland war unter anderem mit der U18/19-Futsal-Nationalmannschaft vertreten. Insgesamt gehörten 14 Spieler zum deutschen Aufgebot. Mit Matthäus Bohn, Lizardo Gräf, Malte Hopf, Tim Huck, Keanu Kirk, Tobias Schaub und Sam Zech kamen sieben Spieler aus Bayern.
Am Ende einer außergewöhnlichen Turnierwoche durfte sich die gesamte deutsche Mannschaft über den Europameistertitel freuen.
Eine Auslosung, die es in sich hatte
Schon die Auslosung sorgte zunächst für einen kleinen Schock. Mit der Türkei, Italien und Tschechien wartete eine enorm anspruchsvolle Gruppe auf die deutsche Mannschaft. Gleich mehrere Topteams mussten bereits in der Gruppenphase bezwungen werden.
Dementsprechend war das erste Ziel klar formuliert: Die Gruppenphase überstehen. Alles, was danach kommt, ist Bonus.
Hinzu kam, dass sich die deutsche Mannschaft erst wenige Monate zuvor neu formiert hatte. Vor den EDYG hatte das Team lediglich einen gemeinsamen Lehrgang absolviert. Dort musste der zunächst größere Kader noch um vier Spieler reduziert werden. Trotz der kurzen gemeinsamen Vorbereitungszeit war bereits zu erkennen, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt.
Besonders bemerkenswert: Etwa die Hälfte des deutschen Teams bestand aus Spielern des Jahrgangs 2010 oder jünger. Deutschland trat damit mit einer sehr jungen Mannschaft an, die in dieser Zusammensetzung noch mehrere Jahre gemeinsam spielen und sich weiterentwickeln kann. Der Erfolg von Hannover macht deshalb große Hoffnung für die kommenden Jahre.
Generalprobe gegen Hannover 96 Futsal
Zwei Tage vor Turnierbeginn stand zunächst ein wichtiger Härtetest auf dem Programm. Deutschland trat gegen die Herrenmannschaft von Hannover 96 Futsal an.
Für das Trainerteam um Christian Vogel und Edris Saighani war dieses Spiel von großer Bedeutung. Noch einmal konnten unterschiedliche Aufstellungen, taktische Varianten und auch das Spiel mit dem Flying Goalkeeper unter Wettkampfbedingungen getestet werden.
Deutschland verlor die Partie zwar knapp mit 4:5, das Ergebnis stand an diesem Tag jedoch nicht im Vordergrund. Viel wichtiger waren die gewonnenen Erkenntnisse für das bevorstehende Turnier.
An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an Hannover 96 Futsal, dass dieser wichtige Test ermöglicht wurde.
Torschützen: Sam Zech, Marcel Seeland, 2x Tobias Schaub
Traumstart gegen die Türkei
Zum Auftakt der EDYG wartete mit der Türkei sofort ein äußerst schwerer Gegner. Die Voraussetzungen hätten dabei kaum unterschiedlicher sein können. Die türkische Mannschaft hatte eine intensive Vorbereitung hinter sich und war bereits über zwei Wochen gemeinsam im Trainingslager.
Deutschland hatte dagegen vor Turnierbeginn nur wenige gemeinsame Tage zur Verfügung und unmittelbar vor dem ersten Spiel lediglich eine Trainingseinheit absolviert.
Es entwickelte sich das erwartet schwere und umkämpfte Spiel. Doch die deutsche Mannschaft hielt dagegen, zeigte große Moral und belohnte sich am Ende mit einem 2:1-Sieg.
Torschützen: Marcel Seeland, Max Silbermann
Der erste wichtige Schritt war geschafft.
Auch Italien wird mit 2:1 bezwungen
Schon am nächsten Tag folgte die nächste große Herausforderung: Italien.
Die Italiener gehörten zu den absoluten Turnierfavoriten und stellten die deutsche Mannschaft vor eine noch größere Aufgabe als am Vortag. Deutschland ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken.
Mit großer Disziplin, Einsatzbereitschaft und taktischer Stärke gelang der nächste Coup: Auch gegen Italien gewann Deutschland mit 2:1.
Torschützen: Marcel Seeland, Eigentor Italien
Damit stand bereits vor dem letzten Gruppenspiel fest: Deutschland ist Gruppensieger!
Im abschließenden Gruppenspiel gegen Tschechien konnte das Trainerteam deshalb verstärkt rotieren. Spieler, die zuvor weniger Einsatzzeit bekommen hatten, erhielten mehr Spielminuten. Trotzdem blieb die Mannschaft erfolgreich und gewann mit 5:3.
Drei Spiele, drei Siege – Deutschland zog als Gruppensieger ins Viertelfinale ein.
Ein Viertelfinale für die Nerven
Dort wartete Belgien. Die Belgier hatten mit etwas Pech lediglich den dritten Platz in ihrer Gruppe erreicht, verfügten aber über eine sehr starke Mannschaft.
Und Belgien verlangte Deutschland alles ab.
Bis kurz vor Schluss lag die deutsche Mannschaft mit 2:3 zurück. Das Ausscheiden war plötzlich ganz nah. Doch das Team gab nicht auf und erzielte in der letzten Minute noch den ersehnten 3:3-Ausgleich.
Die Entscheidung musste in der Verlängerung fallen.
Dort bewies Deutschland erneut Nervenstärke und erzielte das entscheidende Tor zum 4:3.
Halbfinale!
Gerade dieses Spiel zeigte, welche Mentalität mittlerweile in dieser jungen Mannschaft steckte.
Torschützen: Max Silbermann, Emile Seipke, 2x Kadir Atalay
Mit 8:0 ins Finale
Im Halbfinale traf Deutschland auf Ungarn.
Wer nach dem dramatischen Viertelfinale mit müden Beinen gerechnet hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Die deutsche Mannschaft zeigte eine ihrer stärksten Turnierleistungen und ließ dem Gegner kaum eine Chance.
Mit einem beeindruckenden 8:0-Erfolg zog Deutschland ins Finale ein.
Und dort wartete erneut: Italien.
Torschützen: Robin Hoffmeyer, Sam Zech, Emile Seipke, 2x Lizardo Gräf, 3x Matthäus Bohn
Finale vor einer beeindruckenden Kulisse
Italien hatte nach der Niederlage gegen Deutschland seine weiteren Spiele souverän gewonnen. Im Halbfinale bezwangen die Italiener Schweden, das zuvor die Gruppe B deutlich dominiert hatte, eindrucksvoll mit 9:1.
Deutschland wusste also genau, was im Finale auf die Mannschaft zukommen würde.
Doch die jungen deutschen Spieler waren bereit.
Deutschland ging zunächst in Führung. Italien gelang zwar der Ausgleich zum 1:1, doch die
Antwort folgte schnell: 2:1 für Deutschland.
In der zweiten Halbzeit erhöhte das deutsche Team sogar auf 3:1.
Italien musste nun reagieren und setzte auf den Flying Goalkeeper. Tatsächlich gelang den Italienern dadurch noch einmal der Anschlusstreffer zum 3:2.
Die Partie war wieder völlig offen.
Bei einem deutschen Konter kam es schließlich zu einer entscheidenden Szene: Ein italienischer Feldspieler verhinderte kurz vor dem leeren Tor mit der Hand einen Treffer. Die Folge waren Rote Karte und Sechsmeter für Deutschland.
Der Sechsmeter saß.
4:2!
Noch waren einige Minuten zu spielen – und gerade im Futsal kann in wenigen Minuten sehr viel passieren. Nach dem Treffer durfte Italien zudem wieder komplettieren.
Doch Deutschland verteidigte mit großer Leidenschaft und ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen.
Schlusspfiff. 4:2. Deutschland ist Europameister!
Torschützen: Robin Hoffmeyer, Max Silbermann, Matthäus Bohn, Julius Ortlinghaus
Eine volle Halle und ein Meer aus deutschen Fahnen
Ausgerechnet im wichtigsten Spiel des Turniers zeigte die Mannschaft eine ihrer besten Leistungen der gesamten Woche.
Auch die Atmosphäre beim Finale war außergewöhnlich. Die Halle war bis auf den letzten Platz gefüllt. Zahlreiche weitere Zuschauer konnten aufgrund der vollen Ränge leider nicht mehr in die Halle gelassen werden.
Überall waren deutsche Fahnen zu sehen. Sie sorgten für ein beeindruckendes Bild und gaben der Mannschaft zusätzliche Unterstützung.
Ein großer Dank gilt allen Zuschauern, Familien, Freunden und Unterstützern, die aus diesem Finale etwas ganz Besonderes gemacht haben.
Eine Mannschaft mit großer Zukunft
Hinter Spielern und Staff lag eine unglaublich intensive Woche. Gerade zu Beginn mussten einige Schwierigkeiten gemeistert werden. Doch Mannschaft und Betreuerstab wuchsen immer stärker zusammen und fanden gemeinsam Lösungen.
Was diese Leistung besonders macht, ist das junge Alter des Teams. Viele Spieler können noch mehrere Jahre gemeinsam für Deutschland auflaufen.
Aus einer Mannschaft, die erst wenige Monate zuvor zusammengestellt worden war und mit dem Ziel nach Hannover kam, zunächst die schwere Gruppenphase zu überstehen, wurde innerhalb einer Woche ein Team, das während des gesamten Turniers von keinem Gegner bezwungen werden konnte.
Die Ergebnisse:
Türkei – Deutschland 1:2 (Gruppenspiel)
Deutschland – Italien 2:1 (Gruppenspiel)
Deutschland – Tschechien 5:3 (Gruppenspiel)
Deutschland – Belgien 4:3 n. V.
(Viertelfinale) Deutschland – Ungarn 8:0 (Halbfinale)
Deutschland – Italien 4:2 (Finale)
Sechs Spiele. Sechs Siege. Europameister.
Eine Woche, die Spieler, Trainer, Staff und alle Beteiligten wohl niemals vergessen werden.
Aus Sicht des Bayerischen Gehörlosen-Sportverbandes ist besonders erfreulich, dass mit Matthäus Bohn, Lizardo Gräf, Malte Hopf, Tim Huck, Keanu Kirk, Tobias Schaub und Sam Zech sieben bayerische Nachwuchsspieler zum erfolgreichen deutschen Aufgebot gehörten.
Herzlichen Glückwunsch an die gesamte Mannschaft, das Trainer- und Betreuerteam und alle Beteiligten zum Europameistertitel!
Am 05. und 06. September 2026 fand in Friedberg das diesjährige Fortbildungswochenende für die Übungsleiter:innen des Bayerischen Gehörlosen-Sportverbandes statt. Zahlreiche engagierte Übungsleiter:innen aus ganz Bayern nahmen an der zweitägigen Veranstaltung teil, um ihr Wissen wieder aufzufrischen, neue Impulse für ihre Vereinsarbeit zu erhalten und ihre fachlichen Kenntnisse zu erweitern.
Referent Mike Schmauser führte die Teilnehmer:innen durch ein abwechslungsreiches und informatives Seminar. Dabei wurden verschiedene wichtige Themen behandelt, die für die tägliche Arbeit als Übungsleiterin und für die Weiterentwicklung des Gehörlosensports von großer Bedeutung sind.
Ein Schwerpunkt lag auf dem Update zur Anti-Doping-Prävention. Die Teilnehmer:innen erhielten aktuelle Informationen und wurden für einen verantwortungsvollen und fairen Umgang mit dem Thema sensibilisiert. Ebenso wurde die Prävention sexualisierter Gewalt im Sport (PsG) ausführlich thematisiert. Dabei wurde deutlich gemacht, wie wichtig Prävention, Aufmerksamkeit und ein verantwortungsvolles Handeln aller Beteiligten im Sport sind.
Ein weiterer Bestandteil der Fortbildung war das Programm „Sport nach 1“. Dabei wurde insbesondere auf dessen Bedeutung und die Möglichkeiten für den Gehörlosensport eingegangen. Die Teilnehmer:innen erhielten einen Einblick, welche Chancen sich daraus für die Nachwuchsarbeit und die Gewinnung junger Menschen für den Sport ergeben können.
Auch die Zukunft des Bayerischen Gehörlosen-Sports wurde thematisiert. Ehrenpräsident Josef Scheitle stellte ausführlich das Thema „Nachwuchs Zukunft“ des Bayerischen Gehörlosen-Sportverbandes vor. Dadurch bekamen die Teilnehmer:innen ein tieferes Verständnis dafür, wie entscheidend eine nachhaltige Nachwuchsarbeit für die Zukunft des Verbandes und der Vereine ist.
Für die praktische Umsetzung sorgte Henning Egge, der zahlreiche abwechslungsreiche Sport- und Bewegungseinheiten anbot. Mit unterschiedlichen Übungen und neuen Ideen konnte er den Teilnehmer:innen viele praktische Impulse vermitteln, die sich auch im eigenen Verein und im Training einsetzen lassen. Am letzten Tag kam auch Mike Schmauser zum Einsatz und zeigte den Teilnehmenden ein paar neue Impulse.
Nach zwei intensiven und lehrreichen Tagen konnten die Teilnehmer:innen mit vielen neuen Informationen, Ideen und Anregungen nach Hause fahren und diese in ihre Vereine mitnehmen. Das Fortbildungswochenende war somit ein voller Erfolg und zeigte einmal mehr, wie wichtig regelmäßige Fort- und Weiterbildungen für die Qualität und Zukunft des Sports sind.
Gleichzeitig gibt es jedoch eine Entwicklung, die Anlass zur Sorge gibt: Die Zahl der gehörlosen Übungsleiter:innen in Bayern wird immer geringer. Umso wichtiger ist es, dass die vorhandenen Übungsleiter:innen ihre Qualifikationen erhalten und verlängern. Der Bayerische Gehörlosen-Sportverband appelliert daher an alle Übungsleiter:innen, deren Verlängerung der Übungsleiterlizenz bevorsteht, die notwendige Fortbildung rechtzeitig zu absolvieren.
Denn gut ausgebildete und engagierte Übungsleiter:innen sind eine wichtige Grundlage dafür, dass der Gehörlosensport in Bayern auch in Zukunft vielfältig, leistungsfähig und stark bleibt.
Vielen Dank an alle Teilnehmer:innen für ihre engagierte Teilnahme sowie an alle Referenten und Organisatoren für die gelungene Durchführung des Fortbildungswochenendes.
Bei der U23-Fußball-Weltmeisterschaft der Gehörlosen im serbischen Zlatibor hat die deutsche Nationalmannschaft einen starken dritten Platz erreicht. Mit Kevin Berger (GSV Würzburg), Lucas Pflugfelder und Danny Weber (beide GBF München) gehörten gleich drei Spieler aus bayerischen Vereinen zum deutschen Aufgebot.
Vom 11. bis 24. Mai 2026 kämpfte die deutsche Auswahl bei der erstmals ausgetragenen U23-Weltmeisterschaft um die Medaillen. Nach einer überzeugenden Gruppenphase zog Deutschland als Gruppensieger ins Halbfinale ein.
Dort wartete mit der Türkei einer der stärksten Gegner des Turniers. In einer engen und umkämpften Begegnung musste sich die deutsche Mannschaft knapp geschlagen geben und verpasste damit den Einzug ins WM-Finale.
Im abschließenden Spiel um Platz drei traf Deutschland auf Großbritannien. Die junge deutsche Mannschaft zeigte noch einmal eine starke Leistung und belohnte sich mit einem verdienten Sieg. Damit war die Bronzemedaille bei der U23-Weltmeisterschaft perfekt.
Drei Bronzemedaillen gehen nach Bayern
Aus bayerischer Sicht ist dieser internationale Erfolg besonders erfreulich. Mit Kevin Berger vom GSV Würzburg sowie Lucas Pflugfelder und Danny Weber von GBF München waren drei Spieler aus bayerischen Gehörlosensportvereinen Teil der erfolgreichen deutschen Mannschaft.
Lucas Pflugfelder führte die deutsche U23 dabei als Kapitän und Torhüter durch das Turnier. Gemeinsam mit Kevin Berger und Danny Weber durfte er am Ende die Bronzemedaille entgegennehmen.
Der dritte Platz bei einer Weltmeisterschaft ist ein großer Erfolg für die junge deutsche Mannschaft und zugleich ein positives Zeichen für die Nachwuchsarbeit im deutschen Gehörlosenfußball.
Der Bayerische Gehörlosen-Sportverband gratuliert der gesamten deutschen U23-Nationalmannschaft sowie dem Trainer- und Betreuerteam herzlich zu diesem Erfolg.
Ein besonderer Glückwunsch geht an unsere drei bayerischen Vertreter Kevin Berger, Lucas Pflugfelder und Danny Weber. Herzlichen Glückwunsch zu WM-Bronze!
Ergebnisse der deutschen U23
Gruppenphase
Deutschland – Großbritannien 0:0
Deutschland – Polen 2:0
Deutschland – Liberia 7:0
Halbfinale
Deutschland – Türkei 0:1
Spiel um Platz 3
Deutschland – Großbritannien 3:1
Endplatzierung: 3. Platz – Bronzemedaille
Bericht: Timo Schaub
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