Verbandstag des Bayerischen Gehörlosen Sportverbandes in Bamberg

Am 30. März 2019 war für die Vereinsdelegierten der bayerischen Gehörlosen-Sportvereine der Bamberger Reiter und die Altstadt Bambergs, welche Weltkulturerbe-Stadt ist, das vorrangige Reiseziel.  Es wurde dort nämlich der diesjährige Verbandstag des BGS – erfolgreich – durchgeführt. Der Verbandstag in Bamberg wurde auch deshalb ausgewählt, da hier am 6. Juli 2019 das 15. Bayerische Gehörlosen-Sportfest stattfinden wird und die Fachwarte der einzelnen Sportarten so gleich die Spiel-/Wettkampfstätten begutachten konnten.


 BGS-Präsidentin, Frau Birgit Hermann-Payer, eröffnete die Tagung. Anschließend sprach Wilfried Kundmüller – vom ausrichtenden GSV Bamberg – ein Grußwort. Dabei bat er um ein Gedenken an Klement Fink, den Gründer des Gehörlosenzentrums am Babenberger Ring.
 
Präsidentin Frau Hermann-Payer bat anschließend auch noch um ein Gedenken an Martina Bachfisch, eine aufstrebende Funktionärin und Vorsitzende beim GSV Straubing und des Bezirkssportverbandes Niederbayern, sowie an Hans-Jörgen Richter, einen erfolgreichen Sportler des GSV Deggendorf und hielt auf beide eine schöne Laudatio.
 
Danach folgten die obligativen Modalitäten, bevor Birgit Hermann-Payer ihren Rechenschaftsbericht ablieferte und vortrug. So wurden Josef Willmerdinger zum Versammlungsleiter und Alexa Götz zum  offiziellen Protokollführer/in bestimmt/ernannt. Darüber hinaus wurden in die Tagesordnung Ergänzungen aufgenommen und das Protokoll des letzten Verbandstages in Plattling wurde zudem einstimmig genehmigt.
 
In ihrem Rechenschaftsbericht zeigte die Präsidentin die Mitgliederentwicklung auf, welche erstmals nach Jahren wieder ein Plus aufzeigen konnte und die Finanzmittel des Behindertensportplanes, wo etwas mehr als die Hälfte – des Antrags – bewilligt wurden. Desweiteren zeigte sie die Finanzen für den Sportbetrieb und die zuwendungsfähigen Kosten für den Einsatz von Gebärdensprachdolmetschern auf.
 
Ehrenpräsident Josef Scheitle ging auf den Rechenschaftsbericht ein und wiess darauf hin, dass man sich dem Mitgliederschwund entgegenstellen sollte/muss. Desweiteren kritisierte er die Schulreform und kommunizierte dies als einen „Brei“ unterschiedlicher Behinderungen, so dass Übungsleiter nicht richtig arbeiten können und diesen somit eine zielgerechte Talentfindung erschwert werden würde.
 
In Vertretung des Vizepräsidenten des BGS Ingo Schweinsberg trug Mike Schmauser seinen Bericht vor. Er erörterte, dass die Zusammenarbeit im Präsidium sehr gut läuft und auch mit dem „neuen“ Sportkoordinator/Landestrainer Michel Gerald Bauer sei dies bisher immer ausgezeichnet gewesen, auch wenn er seit Arbeitsbeginn „etliche tausend Mails“ erhalten hat. Sein Appell war dabei auch noch, dass die Gehörlosen-Sportvereine mehr Mitglieder zu Übungsleiterlehrgängen schicken sollten, weil man immer mehr ÜL benötig, damit das Schulsportkooperationsprojekt „Sport-nach-1“ konstant funktionieren kann. Hier ergab sich eine breitere Diskussion über Möglichkeiten, wobei Ehrenpräsident Scheitle erwähnte, dass Bayern das einzige Land sei, wo Übungsleiter staatliche Zuwendungen erhalten können.
 
Vizepräsident Finanzen Franz Partsch lieferte den Kassenbericht ab, welcher ohne größere Diskussion ablief und von Revisor Andreas Mühlbauer-Full als einwandfrei bestätigt wurde und auf dessen Empfehlung von den Delegierten einstimmig entlastet wurde.
 
Als Ergänzung zu der Tagesordnung gab es dann ein Referat der DGB-Vizepräsidentin Frau Elisabeth Kaufmann, welche über das Thema: „Moral und die Notwendigkeit des Zusammenhalts“ referierte. Sie zeigte dies in vier Säulen: Solidarität, Einfluss, Kommunikation und Mitgestaltung auf.
Auf Grund eines Ausfalles wurde anschließend die Wahl eines zweiten Revisors durchgeführt. Aus drei Kandidaten wurde Rainer Zott ausgewählt und Roland Reiß als Ersatzrevisor.
Etwas mehr Schatten als Licht zeigten die Berichte der Fachwarte auf, wo mehrere Sparten im Berichtsjahr keine Meisterschaften durchführten und somit das Sportangebot für Gehörlose weniger geworden ist. Immerhin ist mit Triathlon eine neue Sportart im BGS hinzugekommen, welche sich guter Beteiligung erfreut.
 
Mit der Bestätigung der neu gewählten BG-Jugendleitung, dem Bericht von der DGS-Tagung in Hamburg und der Bowling EM in München – mit ca. 300 Teilnehmern – , den Zwischenberichten für das kommende Sportfest am 6. Juli 2019 in Bamberg und am 10. Juli 2019 das Landesschulsportfest in München, wo den Vereinen eine Pflichtteilnahme auferlegt wurde, lief der Verbandstag weiter mit dem Punkt „Verschiedenes“. Hier wurden von den Vereinen Themen angesprochen welche ihnen am Herzen lagen.
 
Mit der Wahl des nächsten Tagungsortes – für den kommenden Verbandstag -, wo sich vier Vereine bewarben, und wobei der GSV Bayreuth den Zuschlag erhielt, endete der stetig harmonisch verlaufende  Verbandstag mit dem Aufruf zur Teilnahme am 15. Bayerischen Gehörlosen Sportfest in Bamberg. Ob sich da der Bamberger Reiter freuen wird?                                                                            GP.

 

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