Erstmals Verbandstag im Home-Office – 24.04.2021

Seinen ordentlichen Verbandstag führte der Bayerische Gehörlosensportverband auf Grund der Corona Einschränkungen ewrstmals im Online-Format am Samstag, 24.April durch. Für die Delegierten der Sportvereine hieß dies ein Acht-Stundentag im Home-Office durchzustehen. Stefan Pöllmann, Vizepräsident Medien hatte die digitalen Erfordernisse für dieses Tagungsformat bestens vorbereitet. Bereits am Vortag und vor Beginn des Verbandstages konnten sich die Teilnehmer mit der Materie vertraut machen, so dass von kurzen Ruckelungen zu Beginn alles reibungslos und ohne Probleme verlief. Als Tagungsleiterin wurde Alexandra Götz bestimmt und als Protokollführer Godehard Ricke, um eventuelle digitale Ausfälle zu kompensieren.

Präsidentin Birgit Hermann-Payer begrüßte die Teilnehmer und konnte die Beschlussfähigkeit der Tagung feststellen, wenngleich der eine oder andere Verein durch Abwesenheit glänzte im Gegensatz zu den bisherigen Präsenztagungen. Insgesamt waren 19 Vereine mit 101 Stimmen digital präsent, welche die Berichte des Präsidiums entgegennehmen konnten. Präsidentin Herrmann-Payer vermeldete, dass erstmals nach Jahren wieder eine Zunahme an Mitgliedern verbucht werden konnte. Dass es wegen der Corona Einschränkungen doch finanzielle Probleme beim Behindertensportplan und dem BLSV gab, war nicht zu vermeiden, doch ist die Förderung durch den BLSV weiterhin gegeben. Bedauerlich das Ausscheiden des bisherigen Sportkoordinators Michel Bauer, welcher neue Projekte auf den Weg brachte und die Fachwarte tatkräftig unterstützte. Die Suche nach einem Nachfolger ist bereits in die Wege geleitet. Erfreulich, dass die Sportschützin Melanie Stabel erneut durch die Bayerische Sportstiftung gefördert wird.

Vizepräsident Ingo Schweinsberg berichtete, dass wegen Corona die Einstellung des Sportbetriebes erfolgte. Seine Arbeit erledigte er zum größten Teil mittels Online, wo er an Konferenzen und Sitzungen des DGS, BGS, GMU, LV teilnahm und Kontakt mit den einzelnen Sparten hatte. Trotzt Corona konnten doch zwei Übungsleiter Ausbildungen und ein Fußball Lehrgang in der Sportschule Oberhaching durchgeführt werden.

Vizepräsident Breitensport Carsten Koch, seit einem Jahr im Amt konnte über eine gute Zusammenarbeit mit den Spartenleitern berichten, welchen er bei der Lösung von Problemen beratend zur Seite stand.  Neben der Spartenpflege waren Sportveranstaltungen sowie mehrere Online-Konferenzteilnahmen zu absolvieren und die Vorbereitung für das 16. BGS-Sportfest in Landshut in Angriff zu nehmen.

David Holler, Vorsitzender der Bayer. GL-Sportjugend berichtete über das Snow-Festival, welches unter Schirmherrschaft von der mehrfachen Eiskunstlauf Weltmeisterin und Olympiasiegerin Katarina Witt in Nesselwang einen außergewöhnlich erfolgreichen Verlauf nahm. Eine Filmsequenz unterstrich seinen Bericht, wobei er erwähnte, dass es wohl über lange Zeit die letzte Großveranstaltung im DGS sein dürfte. Weitere Veranstaltung seit Beginn der Corona-Einschränkungen konnten nicht durchgeführt werden. Er hofft, dass dies nach Abklingen der Pandemie wieder möglich sein wird.

Während Mike Schmauser, Referent, über die Entwicklung der Übungsleiterausweise und Lizenzen informierte, welche sich nur wenig änderten, berichtete Frauenreferentin Birgit Willmerdinger über den Frauensporttag, welcher im Onlineformat erfolgreich verlief. Bei den Wortmeldungen zu ihrem Bericht wurde auch die Einführung einer Frauenquote angesprochen, welche nach einiger Diskussion für nicht machbar gehalten wurde.

Webmaster Stefan Pöllmann zeigte den Besucherverlauf auf der BGS-Webseite und erläuterte diesen. So besuchten im Jahr 2020 insgesamt 320 000 Besucher die BGS-Webseite. Das waren annähernd 60 000 mehr als im Jahr 2019. Zusammen mit dem ausgeschiedenen Sportkoordinator Michel Bauer wurde auch eine App erstellt, welche auch rege genutzt wird.

Für eine längere Diskussion sorgte der Austritt des BGS aus dem Landesverband Bayern der Gehörlosen, welchen Präsidentin Herrmann-Payer erläuterte. Hierzu waren Cornelia von Pappenheim

und Can Sipahi vom GMU zugeschaltet, welche hierzu ein Statement und Einblick in die Problematik zur Trennung gaben. Interessant ist hierbei, dass der Deutsche Gehörlosen Sportverband bei seiner letzten Tagung im März einen Austritt aus dem Deutschen Gehörlosen Bund plante, welcher aber wegen einer Satzungsbestimmung der Beschlussfassung durch den DGSV Verbandstag bedurfte, wonach die Delegierten mehrheitlich für den Verbleib votierten. Allerdings erfolgte die Trennung in Bayern aus anderen Gründen, auf welche hier nicht näher eingegangen wird.

Bei den Berichten der einzelnen Spartenleitern ergab sich, dass kaum bzw. nur wenige Veranstaltungen angesetzt waren, welche zudem aus verschiedenen Gründen coronabedingt in „letzter Minute“ abgesagt wurden. Zwar haben die Sparten Planungen für 2021 vorgesehen, ob die Durchführungen machbar sind, wird man sehen.

Präsidentin Herrmann-Payer berichtete von Online-Verbandstag des DGSV welcher am 12-13.März stattfand und bestens verlaufen ist. Bei einigen Nachwahlen wurden bayerische Delegierte ins Präsidium gewählt, so Andreas Mühlbauer-Füll als Schatzmeister und Alexandra Götz ins Verbandsgericht. Somit ist das DGSV-Präsidium stark „bayernbelastet“ Von einem Tagungsteilnehmer wurde gefragt, ob der DGSV über einen Pressereferenten verfügt, was nicht der Fall ist und wonach zur etwas negativen Berichterstattung zu diesem Verbandstag in der DGZ Präsident Josef Willmerdinger Stellung nahm.

Aktuelle Informationen zum DGSV-Sportfest präsentierten Vizepräsident Ingo Schweinsberg und DGSV Generalsekretär Tobias Burz. Die Durchführung des Sportfestes steht jedoch auf der Kippe und eine Entscheidung dürfte Ende Mai erfolgen.

Thomas Hanke, 1. Vorsitzender des GSV Landshut informierte über die Vorbereitungen zum 16. Bayerischen Gehörlosen Sportfest, welches am 9. Juli 2022 in Landshut stattfinden wird. Sämtliche Sportanlagen, welche benötigt werden konnten bereits reserviert werden und das Sportamt der Stadt unterstützt die Veranstaltung. Wegen der geringen Mitgliederzahl des Vereins werden Helfer aus den Vereinen benötigt um die Veranstaltung erfolgreich abzuwickeln.

David Holler, BGSJ Vorsitzender brachte einen Antrag auf Satzungsergänzung ein. Die Satzung soll dahingehend ergänzt werden, dass Online-Verbandstagungen mit Abstimmungen bei besonderen Ereignissen möglich sein sollen. David Holler erläuterte den Antrag wonach sich nach ausführlicher Diskussion zwei Drittel der Delegierten für die Ergänzung entschieden. Zum Schluss wurde Ort und Termin des nächsten Verbandstages festgelegt, welcher am 14./15. Januar in Landshut stattfinden wird.

Bevor Tagungsleiterin Alexa Götz und Präsidentin Birgit Herrmann-Payer diesen ersten erfolgreich verlaufenden digitalen Verbandstag mit Dank an die Teilnehmer und einem gemeinsamen Foto schlossen gab es noch einen längeren Diskurs bezüglich der Vereinsdatenbank des DGSV, wo der Spartenleiter Fußball Robert Walter vor allem wegen Vereinswechsel und so Probleme sieht. DGSV Generalsekretär Tobias Burz erläuterte die Umstellung der gelben Verbandspässe auf das digitale Format. Tobias Burz monierte hier auch die mangelnde Beteiligung der bayerischen Vereine wo bisher lediglich 5 Vereine auf den digitalen Zug gesprungen sind. Damit endete dieser über 8-stündige Tag welchen die Teilnehmer aus dem gemütlichen Home-Office bewältigen konnten. GP.